Vermittlungsablauf

1. Fragebogen für Interessenten (zum Fragebogen hier klicken

“Wir bitten sie nachfolgendes zu lesen, bevor sie den Fragebogen ausfüllen”

Bitte verstehen sie, diese uns wichtigen Punkte, als Schutz für Hund und Mensch.
Es liegt uns sehr am Herzen, dass die Familie gut vorbereitet ist. Wir wollen verhindern , dass ein Hund umplatziert werden muss. Es wäre nicht nur für den Hund , sondern auch für die Familie sehr schmerzhaft.

Auf was wir besonders Wert legen :

In der Ankunfts- und Eingewöhnungszeit sollte der Hund sehr viel Ruhezeiten haben. Ungestörte Rückzugsmöglichkeiten sollten immer gewährt sein. Der Hund sollte seinen vertrauten Ort im und ums Haus haben. Regelmässigkeiten erleichtern die Eingewöhnung.

Warum ist die Eingewöhnungszeit so wichtig ?
All das Neue muss der Hund langsam und behutsam kennen lernen.
Alles, aber auch wirklich alles ist neu für den Hund und ist wirklich nicht zu unterschätzen !
Neue Bezugsperson, andere Lebensumstände, fremde Menschen, Kinder, Hunde, Katzen, andere Tiere unbekannte Umgebung ,Gerüche, Geräusche, anderes Futter oder Wasser.
Im Mehrfamilienhaus, Treppenhaus , Lift , ist kein Ausweichen möglich – direkte Konfrontation mit anderen,
Der Hund muss lernen alleine zu bleiben , oder ohne Bezugsperson , oder möglicherweise mit zur Arbeit kommen  ….
Wichtig ist ein sehr naher, ruhiger Ort, wo der Hund sein Geschäft machen kann – auch der kurze Weg dorthin sollte möglichst ruhig sein. Kann der Hund sich nicht lösen, ist dies Stress für Hund und Halter.

Nicht jede Wohnlage ist “gerade in der Eingewöhnungszeit” für einen Tierschutzhund geeignet !
Was in einer Stadt alles dazukommen kann und möglicherweise mehrfach …  viele Menschen/Kinder, Kinderwagen  … Menschen mit Stöcken oder Masken , Velos, Mofas, Autos, Tram, Bus , Stadtlärm, viele unterschiedliche Gerüche … und dies andauernd und auch noch alles zusammen … möglicherweise soll der Hund auch lernen mit den ÖV zu fahren.

Wenn der Hund mit zu vielen Reizen konfrontiert ist, nicht ausweichen kann und ständig im Stressmodus lebt, kann er das Neue nicht verarbeiten. Gerade in der Eingewöhnungszeit kann diese Reizüberflutung den Hund in seiner Entwicklung sehr stark beeinträchtigen, was zu Langzeitproblemen führen könnte.

Der Hund sollte in der Eingewöhnungszeit langsam an das Alleine bleiben gewöhnt werden. Plan B falls der Hund noch nicht alleine sein kann und sie weg müssen. Soll der Hund mit zur Arbeit ? Plan C falls es ihm dort zu viel ist, er nicht zur Ruhe kommt und er sich nicht wohlfühlen sollte.

Der Hund sollte nicht alleine in einer Mietwohnung bleiben müssen (Reklamationen der Mitbewohner können zu Problemen führen)

Der Hund sollte nicht mehr als 4 Stunden am Tag alleine bleiben müssen und dies nicht regelmässig. (nur im Eigenheim, nach der Eingewöhnungszeit)

Homeoffice ist auch Arbeit, in der sie sich nicht andauernd um den Hund kümmern können, er somit auch alleine bleiben muss.
Was passiert nach der Homeoffice-Zeit?

Hund zusammen mit Kind soll gut überlegt sein ! Wichtig dabei ist, dass man sich der doppelten Aufgabe bewusst ist, denn Hund und Kind sollten nie zusammen alleine gelassen werden.
(Voraussetzung : langjährige Hundeerfahrung)

Tierschutzhunde haben oft schon viel Leid durch Menschen (leider auch Kinder) erleben müssen. Daher ist es besonders wichtig, dass der Hund keine schlechten Erfahrungen macht.
Wie sich der Hund entwickelt, hängt fest damit zusammen, was er im neuen Leben alles erlebt und wie er es verarbeiten kann.

2. Vorbesuch der künftigen Hundefamilie  / Ist der Fragebogen und das Vorgespräch für alle Beteiligten positiv zu werten, besuche ich (o. Vertretung) sie zu Hause, damit wir uns ein Bild vom neuen Heim unseres Schützlings machen können. Ev. Tipps zur Vorbereitung auf die Ankunft des neuen Familienmitgliedes sind oft sehr hilfreich.

3. Schutzvertrag / Wenn die Adoption definitiv ist, wird der Schutzvertrag gegenseitig unterzeichnet. (Schutzgebühr). Darauf kann der Hund für seine Reise ins Glück vorbereitet werden. Der nächste mögliche Transport des Hundes wird abgeklärt und reserviert. Sie werden informiert wann und wo Sie ihren neuen Begleiter abholen können. Ist der Hund bereits in der Schweiz, kann der Hund zum vereinbarten Zeitpunkt bei der Pflegefamilie oder bei uns in Rorschach abgeholt werden.

4. Übergabe der Hunde machen oder begleiten wir möglichst persönlich. Wir wollen wissen wie unsere Schützlinge die Reise überstanden haben und sind gerne dabei wenn sie in ihr neues Leben starten dürfen.

5. Wir bleiben in Kontakt mit den Adoptanten , damit wir wissen ob und wie das neue Leben unserer Schützlinge funktioniert. Bei ev. Fragen oder Unsicherheiten sind wir gerne Ansprechpartner.

6. Nachbesuch der Hundefamilie   / Ist eine Zeit vergangen und hat sich der Hund eingelebt, vereinbaren wir einen weiteren Besuchstermin um zu sehen, ob alle mit der neuen Situation klar kommen und glücklich zusammen leben.